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Ihre Fragen - Unsere Antworten

Frage:

Ich möchte meine Besenreiser/Krampfadern mit der Biologischen Kochsalzlösung behandeln lassen?  Ich möchte meine Besenreiser/Krampfadern mit der Biologischen Kochsalzlösung behandeln lassen?  

Antwort:

Die biologische Verödung von Krampfadern nach Prof. Dr. Linser ist eine sehr sanfte ambulante Behandlung von Krampfadern, die nach gründlicher Voruntersuchung nur wenige Minuten dauert. Bei dieser Methode wird eine sterile Kochsalzlösung über eine Kanüle in die Krampfader verabreicht. Durch die gewollte Endothelschädigung (Endothel = Auskleidung der Gefäße) kommt es zum Verkleben der Gefäßwände. Der Patient kann anschließend ganz normal seiner Arbeit nachgehen. Bitte beachten Sie, dass auch diese Methode nur bei entsprechendem Befund angewandt werden kann.

Bei der biologischen Kochsalzverödung handelt es sich um eine alternative - nach unseren Informationen wissenschaftlich nicht anerkannte- Therapiemethode,  bei der keine chemischen Stoffe in den Körper eingebracht werden. 

 Diese Verödung kann erfahrungsgemäß jedoch heftige Entzündungsreaktionen hervorrufen, so dass sie von vielen Venenspezialisten nur bei nachgewiesener Allergie gegen andere Verödungsmittel eingesetzt wird. Krankenkassen übernehmen in der Regel diese Behandlung nicht.

Weitere sehr schonende Therapieverfahren bei Krampfadern sind z.B.:

·    Stripping in örtlicher Betäubung (Tumeszenz-Anästhesie)
·    Schaumverödung
·    Extraluminale Valvuloplastie (Reparatur der defekten Venenklappen)
·    Phlebektomie (sogenanntes schnittfreies Verfahren)
·    Radiowellentherapie
·    Kryo-Technik (Vereisung)
·    ELT- Endoluminale Lasertherapie
·    Modifiziertes CHIVA-Verfahren

Frage:

Ich hatte bereits vor ca 12 Jahren ein Venenstripping aber ich glaube heute nicht, dass dies richtig war - das Bein ist immer noch 6 cm mehr im Umfang und ich habe Stauungen an anderen Stellen bekommen - ich habe deutlich tast- und sichtbare Veränderungen, die bei langem Sitzen schmerzen - aber ich möchte einen Arzt finden, für den nicht die Operation erstes Mittel der Wahl ist... Können Sie mir eine Empfehlung aussprechen?
Ich bin 52 Jahre alt, muss zugeben, dass ich stark übergewichtig bin aber sehr agil und leider ein Sportmuffel bis auf regelmäßige kurze Wanderungen.

Antwort:

Von uns hier ein wichtiger Rat !

Bitte suchen Sie einen Phlebologen/ein Venenzentrum auf und lassen dort Ihre Beine gründlich untersuchen. Das geschieht völlig schmerzfrei mittels Doppler- und Duplexuntersuchung. Man muss den Befund nach Venenstripping von vor 12 Jahren heute sehen, um die Ursache für die Umfangsvermehrung zu erkennen und dann mit Ihnen der Möglichkeiten der Therapie besprechen.

Man kann Ihnen in jeden Fall helfen, aber Sie müssen zu dem Arzt/Ärzten vertrauen haben.

Frage:

Ich habe langer andauernde und auch durchgehende Schmerzen in den Beinen, von den Waden bis an die Oberschenkel ?

Bei mir tun entweder die ganzen Beine weh oder nur die Waden oder nur die Oberschenkel. Beim Treppensteigen merke ich es.
Bei mir halten die Schmerzphasen viel länger an bzw. sind durchgehend.
Nach einer Wanderung von z.b. 10 km bis zu 2 Wochen

Antwort:

Ihre geäußerten Beschwerden in den Beinen sind unspezifisch und können verschiedene Ursachen haben. Zu empfehlen ist eine Ausschlussdiagnostik!

Bei einem Gefäßspezialisten (z. B. Phlebologen) kann durch eine völlig schmerzfreie Ultraschalluntersuchung der Beine diagnostiziert werden, ob es am venösen oder arteriellen Gefäßsystem liegt.  

Der Phlebologe erkennt Varizen (Krampfadern), beurteilt die tiefen Venen, ob Sie z.B. eine Thrombose haben oder hatten.

Auch die Arterien kann man untersuchen, ob ggf. eine arterielle Verschlusskrankheit (sog. Schaufensterkrankheit) vorliegt.

  • Rauchen Sie?
  • Haben Sie hohes Cholesterin?
  • Haben Sie seit vielen Jahren Diabetes?

Wir empfehlen zuerst eine solche Gefäßuntersuchung bei einem Gefäßarzt.

Möglich orthopädisch/neurologische Ursachen für die Beschwerden können sein z.B. LWS, - Ischias-Beschwerden, Hüftgelenksarthrosen und vieles andere mehr.

In jedem Falle sollte, wenn die Abklärung beim Angiologen/Phlebologen unauffällig ist, eine weitere Untersuchung beim Orthopäden/Sportarzt/Neurologen erfolgen.

Sicher wird man eine Ursache finden und Ihnen helfen können.

Frage:

Habe eine Endoluminale Laser Operation vor ca. 12 Jahren gehabt und anschließend eine tiefe Beinvenenthrombose .
Kann man die defekte Venenklappe reparieren nach tiefer Beinvenenthrombose?

Antwort:

Durch eine erlittene tiefe Beinvenenthrombose kommt es zur Zerstörung von Venenklappe(n) des tiefen Venensystems. Es resultiert eine mehr oder weniger stark ausgeprägte chronisch venöse Insuffizienz und oftmals  - nicht immer – kommt es zur Entwicklung eines postthrombotischen Syndroms. 

Leider ist die Gefäßmedizin/sind die Phlebologen noch immer nicht in der Lage, die Venenklappen des tiefen Venensystems zu reparieren bzw. künstliche Klappen einzusetzen. Die Forschung läuft seit Jahrzehnten, aber noch immer ist sie im Experimentierstadium und die Ergebnisse sind  nicht als Standardtherapie nutzbar.

Sehr viel kommt auf Sie selbst an !

  • Ausreichung und viel bewegen
  •  Beine häufig hochlegen,
  •  Das Tragen eine Kompressionsstrumpfes Kompressionsklasse 2  (knielang oder Oberschenkellang) nur tagsüber ist unbedingt zu empfehlen und beugt einem Postthrombotischen Syndrom vor.

Eine gute Mit-Betreuung durch einen Venenarzt (Phlebologen in einem Venenzentrum sollte die Lebensqualität deutlich steigern.

Hier können Sie eine medizinische Frage schriftlich an unseren Experten stellen.

Unsere Venen-Sprechstunde ersetzt keinen Arztbesuch. Bei akuten Beschwerden und Problemen sollten Sie bitte immer einen Arzt (Phlebologen) aufsuchen. 

Aus rechtlichen Gründen geben wir keine Zweitmeinung ab und/oder beurteilen Befunde in laufenden Behandlungen/Therapien. 

Interessierte richten ihre schriftliche Frage bitte per Post oder per E-Mail an

Deutsche Venen-Liga e.V, Hauptgeschäftsstelle, Sonnenstraße 6, 56864 Bad Bertrich, Stichwort Venen-Sprechstunde oder E-Mail: info@venenliga.de

Wir veröffentlichen interessante Anfragen in der Woche vor dem Deutschen Venentag ® online auf der Seite der Deutschen Venen-Liga nur anonymisiert und, wenn wir bei der Fragestellung eine Einverständniserklärung dazu erhalten.