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Anti-Baby-Pille und Thromboserisiko

Bad Bertrich. Gute Nachrichten für junge Frauen: Ärzte verschreiben Frauen unter 20 Jahren deutlich weniger Anti-Baby-Pillen, die ein höheres Risiko für Thrombosen und Embolien aufweisen.
Die Pille ist eine beliebte Verhütungsmethode. Besonders junge Frauen vertrauen auf den relativ einfachen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft. Doch bei jeder hormonellen Verhütung steigt das Risiko, eine Thrombose zu erleiden:

Ohne hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille erkranken 2 von 10.000 Frauen im Jahr an einer Thrombose. Mit einer Pille der zweiten Generation sind es 5 bis 7 von 10.000 Frauen. Mit den Pillen der dritten und vierten Generation sind es zwischen 8 bis 11 Betroffene pro 10.000 Frauen. Quelle BfArM

Bereits seit 2014 gibt es die Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, jungen Frauen, die das erste Mal die Pille einnehmen, Präparate mit einem geringen Risiko für die Bildung von Thrombosen und Embolien zu verschreiben.   „Wir begrüßen sehr, dass sich hier langsam ein Trend in die richtige Richtung zeigt. Allerdings hat aber die Verordnung von neueren Anti-Baby-Pillen zugenommen, deren langfristiges Gesundheitsrisiko noch unklar ist“, sagt Petra Hager-Häusler, Geschäfts-
führerin der Deutschen Venen-Liga e.V., einer der größten Patientenvereinigungen in Deutschland. Besonders bei jungen Menschen sollten aber nur Arzneimittel verschrieben werden, zu deren Sicherheit Langzeitstudien vorliegen, so Petra Hager-Häusler weiter.  Betroffene sollten vor Verschreibung ihren Gynäkologen hierauf ansprechen.

Frauen, die die Pille nehmen, sollten generell auf typische Anzeichen einer Thrombose oder Embolie achten und dann umgehend zum Arzt gehen: Starke Schmerzen im Bein, Schwellungen oder ein Spannungs- und Schweregefühle sowie eine bläulich-rote Verfärbung oder glänzende Haut am Bein können Anzeichen einer Thrombose sein. Bei plötzlicher Atemnot, Herzrasen, atemabhängigen Brustschmerz oder bei unerklärlichem Husten droht eine lebensgefährliche Embolie.

Weitere Informationen: Deutsche Venen-Liga e.V., Sonnenstraße 6, 56864 Bad Bertrich www.venenliga.de, info@venenliga.de, Tel. 02674 1448