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Große Menschen haben ein erhöhtes Krampfaderrisiko

Bad Bertrich. Die Körpergröße hat offenbar einen Einfluss darauf, ob Menschen Krampfadern bekommen: Je größer man ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit für Krampfadern. Das haben Wissenschaftler der Universität Stanford in Kalifornien herausgefunden.*

Die These der kalifornischen Wissenschaftler zur Entstehung der Krampfadern stützt sich auf die Erkenntnis, dass Gene, die mit der Körpergröße in Zusammenhang stehen, Krampfaderbildungen beeinflussen können. „Möglicherweise können wir das, was wir über die Biologie wissen, die dem Größenwachstum zugrunde liegt, nutzen, um die Ursachen von Krampfadern aufzudecken", sagt Nicholas J. Leeper von der Stanford Universität in Kalifornien.

Diese Erkenntnisse können Hinweise darauf sein, welche Faktoren die Krampfaderbildung im Körper auslösen und gleichzeitig Hinweise für eine Vorbeugung liefern. „Das wäre ein großer Fortschritt, denn Krampfadern sind eine vielfach unterschätzte Volkskrankheit, die unbehandelt zu schweren bis lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen führen können, wie offenen Beinen, Thrombosen und Embolien“, sagt Petra Hager-Häusler, Geschäftsführerin der Deutschen Venen-Liga e.V.,  einer der großen Patientenvereinigungen in Deutschland.

Die amerikanischen Wissenschaftler kontrollierten für ihre Studie Daten von über 400.000 Personen aus einer britischen Langzeitstudie nach Risikofaktoren und suchten bei weiteren rund 340.000 Personen, von denen fast 9.600 Krampfadern hatten, nach genetischen Anzeichen für eine Venenschwäche.
(*Quelle: DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.118.035584)

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