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Die unterschätzte Gefahr: Formel I Renndirektor stirbt unerwartet an Lungenembolie

Bad Bertrich. Der langjährige Renndirektor der Formel 1 Charlie Whiting erlag am Donnerstag, 14. März 2019, im australischen Melbourne völlig unerwartet einer Lungenembolie. Das teilte der Motorsport-Weltverband FIA mit.*

Einer Lungenembolie geht meist eine Thrombose (Gerinnsel) voraus. Wenn dieses Blutgerinnsel zum Beispiel aus den tiefen Bein- und Beckenvenen in die feinen Gefäße der Lungen vordringt und sie verstopft, kommt es dort zur lebensgefährlichen Embolie.

Thrombosen zu verhindern oder sie rechtzeitig zu diagnostizieren, braucht viel Erfahrung, denn sie verlaufen häufig beschwerdefrei, oder es handelt sich um ganz alltägliche Symptome, die zunächst nicht ernst genommen werden. „Das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, ist von Anfang an hoch, wenn man Krampfadern hat – egal in welchem Alter. Und darum ist es tatsächlich lebenswichtig, bei ersten Anzeichen von Krampfadern einen Venenspezialisten aufzusuchen, denn der Weg Krampfadern – Thrombosen – Lungenembolie kann unbehandelt tödlich enden“, sagt Dr. Michael Wagner, Präsident der Deutschen Venen-Liga e. V. (DVL) einer der größten Patientenvereinigungen in Deutschland.

Erste Beschwerden zeigen sich häufig in Form einer Schwellung des Beines, Schmerzen oder Spannungsgefühl in der Wade. Es können aber auch Beschwerden sein wie Fieber, Muskelkaterschmerzen in der Wade oder Fußsohlenschmerzen. Deswegen kann auch ein Mensch mit 35 an einer Lungenembolie sterben, wie der 35-jährige CDU-Politiker Philipp Mißfelder oder SWR-Moderatorin Stefanie Tücking (56) Ende 2018. Der Brite Charlie Whiting (66) war seit 1977 Renndirektor und in dieser Funktion für den sicheren und fairen Ablauf der Grand-Prix-Wochenenden verantwortlich.

Bei der Deutschen Venen-Liga e.V. gibt es eine Venenfibel mit vielen Tipps zur Vorbeugung. Sie kann gebührenfrei angefordert werden: Deutsche Venen-Liga e.V., Hauptgeschäftsstelle, Sonnenstr. 6, 56864 Bad Bertrich, www.venenliga.de 

* FOCUS online