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Haben Männer ein höheres Thromboserisiko?

Vor allem Blutgerinnsel (Thromben), die sich in den Beinvenen bilden, können sich leicht lösen. Gelangt das Blutgerinnsel in die Lunge, besteht die Gefahr einer lebensgefährlichen Lungenembolie.

Wissenschaftler des Queen Elizabeth Hospital im australischen Woodville und vom Department of Medicine der McMaster University Hamilton in Kanada analysierten die Daten verschiedener Studien mit Männern und Frauen, die gegen tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien behandelt wurden. Die Forscher interessierte, wie schnell und wie häufig erneut Gerinnsel auftraten, nachdem die Patienten gerinnungshemmende Medikamente abgesetzt hatten. An der Studie nahmen 5.416 Personen teil - jeweils die Hälfte Männer und Frauen. 816 von ihnen bekamen erneut ein Blutgerinnsel, nachdem sie ihre blutverdünnenden Medikamente abgesetzt hatten, davon waren 64 Prozent der Betroffenen Männer und nur 36 Prozent Frauen. Das überaus erstaunliche Ergebnis dieser Studien besagt somit, dass Männer ein um fast 50 % höheres Risiko tragen, eine erneute Thrombose zu erleiden, als Frauen. Die Ursache für das erhöhte männliche Risiko ist noch unklar. Weitere Studien sollen folgen. Die Deutsche Venen-Liga appeliert somit an Männer und Frauen, Venenleiden vorzubeugen, damit es erst gar nicht zu einer Venenthrombose kommt. Die beste Vorsorge besteht darin, dass man sich regelmäßig bewegt und bei Krampfadern frühzeitig einen Venenspezialisten (Phlebologen) aufsucht. Ausgeprägte Krampfadern oder solche, die Beschwerden bereiten, sollten dringend behandelt werden.

Weitere Tipps zur Vorbeugung gibt es in der Venen-Fibel, die kostenlos bei der Deutschen Venen-Liga e.V. bestellt werden kann. Tel. +49 2674 1448, Gebührenfrei 0800 4443335 oder im Internet www.venenliga.de